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Long-Covid-19: Die Langzeitschäden von Corona Teil 3

08.03.2021

Bild von Gerd Altman auf pixabay

Obwohl viele COVID-19-Verläufe mild sind und sich die meisten Patienten von der Erkrankung vollständig erholen, gibt es auch solche, die mit den Spätkomplikationen zu kämpfen haben. Welche sind das? Ich habe einige Studien für Sie gelesen:

Das Ärzteblatt berichtet von einer Studie aus Wuhan, die zeigte, dass bei Patienten mit schwerem COVID-19-Verlauf die Wahrscheinlichkeit für Langzeitsymptome häufiger sind: so haben 3 von 4 Patienten mit schweren Verläufen auch noch sechs Monate nach der Erkrankung mindestens ein Symptom. Über diese Studie berichtet auch die Pharmazeutische Zeitung: Die Teilnehmer der Studie sind Personen, die zwischen Januar und Mai 2020 in Wuhan aufgrund von Covid-19 stationär behandelt worden waren und deren Gesundheitszustand sechs Monate nach der Entlassung aus dem Krankenhaus beurteilt wurde. Den meisten ging es noch immer nicht gut: Drei Viertel der Probanden (76 Prozent) berichteten von mindestens einem anhaltenden Symptom, am häufigsten Fatigue oder Muskelschwäche (63 Prozent), Schlafstörungen (26 Prozent) sowie Angst oder Depression (23 Prozent). Ein Sechs-Minuten-Gehtest, der auch im Rahmen dieser Studie gemacht wurde, zeigte, dass die körperliche Leistungsfähigkeit der Patienten umso eingeschränkter war, je schwerer ihre durchgemachte COVID-19-Erkrankung war
(Quelle: DOI: 10.1016/S0140-6736(20)32656-8).

Die Langzeitsymptome sind vielfältig. Es gibt zahlreiche Berichte von Patienten, die man sich auch in einem YouTube-Video anschauen kann. (https://www.longcovidsos.org/).

Fazit: Sollten Sie skeptisch sein, ob Sie sich gegen Corona impfen lassen sollen, bedenken Sie: Die Folgen einer COVID-19-Infektion können länger andauern und schwerwiegender sein als die in den Studien beschriebenen Nebenwirkungen der Impfung. Lassen Sie sich impfen, um sich und Ihre Mitmenschen zu schützen! 

Autor: Dr. Andrea Gerdemann, 8.3.2021


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