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Pollen und Corona: Frühling verbieten?

11.03.2021

Bildquelle medical-Tribune

Keine Angst: Der Frühling findet statt. Mit ihm aber auch der Pollenflug, der offenbar auch die Covid-19 Infektionsraten erhöht. Das zeigt eine Studie des Helmholtz-Zentrums und der Technischen Universität, beide aus München. 

Nein, Corona-Viren sitzen nicht an den Pollen. Der Grund ist ein anderer: Starker Pollenflug beschäftigt das Immunsystem, bei Gesunden ebenso, wie bei Pollenallergikern. Tritt nun gleichzeitig eine Virusinfektion der oberen Atemwege auf, ist das Immunsystem nicht immer in der Lage, ausreichend antivirale Interferone zu bilden, die die körpereigene Virenabwehr mobilisieren. 

Das könnte auch erklären, warum in völlig vergleichbaren Gebieten oft stark variierende Covid-19 Infektionsraten auftreten. Für die Studie analysierten 154 Forschenden Pollendaten von 130 Stationen in 31 Ländern auf fünf verschiedenen Kontinenten.

Was lernen wir daraus? Risikopatienten sollten bei starkem Pollenflug auch im Freien eine Atemschutzmaske (z.B. FFP2) tragen oder Ihre Freiluftaktivitäten mit dem bayerischen Pollenflugwarner zu planen. Unter https://epin.lgl.bayern.de/pollenflug-aktuell finden Sie hervorragende Pollenflug-Vorhersagen, auch als App für Ihr Smartphone. 

Autor Tobias König, 11.3.2021

Quelle: https://ayerin www.medwiss.de/wp-content/uploads/pdfs/erhoehte-pollenkonzentration-geht-mit-erhoehten-sars-cov-2-infektionszahlen-einher.pdf

 


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