Zurück Drucken

Long-Covid-19: Die Langzeitschäden von Corona Teil 2

22.02.2021

Bild von Gerd Altmann auf pixabay

Obwohl viele COVID-19-Verläufe mild sind und sich die meisten Patienten von der Erkrankung vollständig erholen, gibt es auch solche, die mit den Spätkomplikationen zu kämpfen haben. Welche sind das? Ich habe einige Studien für Sie gelesen: 

Eine Langzeitverfolgung bei erwachsenen COVID-19-Patienten über 30 und 60 Tage nach Infektion zeigte, dass bei zwei Drittel der Patienten zu diesen Zeitpunkten noch Symptome vorlagen. Am häufigsten wurde von Erschöpfung, Kurzatmigkeit und dem Verlust des Geruchs- und Geschmackssinn (sowohl an Tag 30 als auch an Tag 60) berichtet. (1)

In Deutschland wurden die Lungen von 7 Patienten nach deren Tod pathologisch untersucht. Gefunden wurden weitläufige Gefäßschädigungen in der gesamten Lunge. Verglichen mit Lungen von Patienten, die an der Influenza starben, weisen die Lungen von COVID-19-Patienten signifikant mehr Mikrothromben (kleine Gerinsel, die die Blutgefäße der Lunge verstopfen, Anm. d. Verf.) auf. (2)

Fazit: Sollten Sie skeptisch sein, ob Sie sich gegen Corona impfen lassen sollen, bedenken Sie: Die Folgen einer COVID-19-Infektion können länger andauern und schwerwiegender sein als die in den Studien beschriebenen Nebenwirkungen der Impfung. Lassen Sie sich impfen, um sich und Ihre Mitmenschen zu schützen! 

Autor: Dr. Andrea Gerdemann, 22.2.2021

Quellen:

(1) Carvalho-Schneider C, et al. Follow-up of adults with noncritical COVID-19 two months after symptom onset. Clin Microbiol Infect. 2020 Oct 5.

(2) Ackermann M, et al. Pulmonary Vascular Endothelialitis, Thrombosis, and Angiogenesis in Covid-19. N Engl J Med. 2020 May 21.


Zurück Drucken