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Long-Covid-19: Die Langzeitschäden von Corona Teil 1

15.02.2021

Bild von Gerd Altmann auf pixabay

Obwohl viele COVID-19-Verläufe mild sind und sich die meisten Patienten von der Erkrankung vollständig erholen, gibt es auch solche, die mit Spätkomplikationen zu kämpfen haben. Welche sind das? Ich habe einige Studien für Sie gelesen:

Von Langzeitfolgen einer COVID-19 Erkrankung spricht man, wenn die Beschwerden länger als 12 Wochen nach der akuten Erkrankung noch vorliegen und nicht durch eine andere Diagnose oder Ursache erklärt werden können.

Die Patienten leiden unter Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Husten, Gelenkschmerzen oder Brustschmerzen, die Wochen oder sogar Monate nach der Infektion noch vorhanden sind. Langzeitstudien zu diesen Phänomenen sind noch nicht abgeschlossen (können sie ja auch nicht), sollen aber auf Dauer die Beschwerden erklären und nachvollziehbar machen (1).

Bei einer internationalen Web-basierten Befragung, die 3762 Personen mit vermuteter und bestätigter COVID-19 Erkrankung aus 56 Ländern beantworteten, wurden 205 Symptome in 10 verschiedenen Organsysteme festgestellt. 66 der Symptome dauerten über 7 Monate an. Die häufigsten Symptome waren Erschöpfung (77,7%), Unwohlsein nach Belastung (72,2%) und kognitive Dysfunktion (55,4%) (2).

Fazit: Sollten Sie skeptisch sein, ob Sie sich gegen Corona impfen lassen sollen, bedenken Sie: Die Folgen einer COVID-19-Infektion können länger andauern und schwerwiegender sein als die in den Studien beschriebenen Nebenwirkungen der Impfung. Lassen Sie sich impfen, um sich und Ihre Mitmenschen zu schützen! 

Autor: Dr. Andrea Gerdemann, 15.2.2021

Quellen:

(1) https://emedicine.medscape.com/article/2500114-clinical?&src=WNL_mdplsnews_210108_mscpedit_infd&uac=&spon=3&impID=2947343&faf=1&#b4

(2) Davis HE et al., Characterizing Long COVID in an international cohort: 7 months of symptoms and their impact. Med.Rxiv.2020 Dec 279


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